Zukünftiges Vorgehen beim Thema Vogelgrippe

Wie in der Presse zu lesen war, hat der Rassegeflügelzuchtverein in Wörth einen förmlichen Antrag zur Anerkennung seiner Anlage als Zoo gestellt. Käme es erneut zu einem oder mehreren Verdachtsfällen von Vogelgrippe wie Anfang diesen Jahres, würden die Tiere in der Anlage dann nicht wie Nutztiere behandelt, sondern es würde der Arterhaltung der zum Teil seltenen Vögel stärker Rechnung getragen.

Wie Umweltministerin Höfken der Landtagsabgeordnete in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage mitteilte, wird sich noch in diesem Sommer ein Runder Tisch des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit allen beteiligten Verbänden und Behörden zusammensetzen, um das Thema, seine Gefahren und weitere mögliche Maßnahmen zum Schutz zu erörtern. Zu den Vertretern der Runde werden Rasselgeflügelzuchtverbände, Bauernverbände, diverse Arbeitsgemeinschaften, Landräte, Vertreter tierärztlicher Verbände und des Landesuntersuchungsamtes eingeladen, um nur einige zu nennen.

Ergänzend berichtet Schleicher-Rothmund: „Rheinland-Pfalz wird voraussichtlich gleich im Anschluss, eine Woche später, diese Ergebnisse für das Land diskutieren. Ziel ist es, über wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren und ein einheitliches Maßnahmenkonzept hinsichtlich verschiedener Fallkonstellationen auszuloten, was den Freiland- und Hobbygeflügelhaltern Planungssicherheit geben soll.“

Rheinland-Pfalz hatte Anfang des Jahres eine landesweite Aufstallung abgelehnt. Die zuständigen Kreisverwaltungen konnten nach eigener Risikobeurteilung bzw. -bewertung entsprechende Aufstallungsanordungen treffen. Grundsätzlich ist die Hauptmaßnahme im Seuchenfall die Einhaltung der so genannten „Biosicherheit“, um eine Ausbreitung zu begrenzen. D.h. man versucht, das Einschleppen eines Virus in die Geflügelbestände zu vermeiden.