Verkehrsführung Jockgrim/Wilhelmsruhe: Verkehrsminister Wissing informiert Barbara Schleicher-Rothmund

(Rheinzabern, 21.08.2017)  Angesichts der Unfälle im Bereich der Wilhelmsruhe bei Jockgrim hat sich die Abgeordnete Barbara Schleicher-Rothmund an Verkehrsminister Dr. Wissing gewandt. Auf ihre Nachfrage bei Verkehrsminister Wissing zur Verkehrsführung in Jockgrim/Wilhelmsruhe erhielt Barbara Schleicher-Rothmund aktuell folgende Antwort aus Mainz. Bezüglich der Umbauplanung (derzeit handelt es sich noch um ein Provisorium) gäbe es ein Abstimmungsverfahren. Darin hätten fast alle (bis auf die Ortsgemeinde Jockgrim) eingebundenen Träger öffentlicher Belange der “Versuchsmaßnahme“ zugestimmt. Diese sieht eine abknickende Vorfahrtsregelung von der L540 in die K10 und umgekehrt vor.

Schleicher-Rothmund: „Wie mich der Minister informiert hat, ist die Planungsfläche an der Wilhelmsruhe für die Straßenplanung sehr begrenzt. Der LBM (Landesbetrieb Mobilität) schließe deshalb eine Kreiselplanung aus. Diese sei auch im Hinblick auf die Radwegeführung nicht verkehrssicher zu realisieren. Der LBM habe die abknickende Vorfahrt gerade auch aufgrund des verbesserten Schutzes der Radfahrer gewählt.“

Weiteres Argument für die abknickende Vorfahrt laut Minister sei, dass damit dem Hauptverkehrsstrom eine eindeutige Vorfahrt eingeräumt werde, was bei einem 3-armigen Kreisverkehrsplatz zweifelsohne anders wäre. Alle aus Jockgrim im Zuge der L 540 auf einen Kreisverkehrsplatz zukommenden Fahrzeuge würden den aus der heutigen K 10 kommenden Verkehren den „Verkehrsschwung“ nehmen, da die Fahrzeuge mit Ziel Wörth zuerst im Kreisverkehrsplatz wären und dann gegenüber den Verkehrsteilnehmern auf der K 10 mit Ziel Wörth Vorfahrt hätten. Sobald das erforderliche Baurecht für die Maßnahme vorliege, würden die Umbauarbeiten (voraussichtlich 2018) umgesetzt.

„Der LBM Speyer werde die vorliegenden Alternativideen der Gemeinde Jockgrim planerisch ausarbeiten und voraussichtlich noch im September zu einem runden Tisch einladen. Ich hoffe, dass es dabei zu einer guten Lösung kommt. Wir brauchen eine für jedermann klar erkennbare Verkehrsführung, wenn wir die Unfallhäufigkeit reduzieren wollen“, so Schleicher-Rothmund abschließend.