Umbau Verkehrsknotenpunkt Langenberg: Schleicher-Rothmund erhält Antwort aus dem Verkehrsministerium

(Rheinzabern, 28.08.2017) Beim Thema Verkehrsknotenpunkt Langenberg hat die Landtagsabgeordnete Barbara Schleicher-Rothmund erneut im Verkehrsministerium in Mainz nachgehakt, warum die Möglichkeit eines Kreisverkehrs als Lösungsvariante durch den Landesbetrieb Mobilität verworfen wurde. Sie erhielt aktuell folgende Antwort von Verkehrsminister Dr. Volker Wissing:

  • Gegen den Umbau des Knotenpunktes in einen Kreisverkehrsplatz spräche, dass nach Vorgaben des Bundes als Baulastträger im Zuge einer Bundesstraße außerhalb von Ortschaften – auf der so genannten „freien Strecke“ – grundsätzlich keine Knotenpunktformen vorgesehen seien. Diese würden die „Leichtigkeit“ der Verkehre auf Bundesstraßen einschränken.
  • Ein einspuriger Kreisverkehrsplatz scheide aus „Leistungsfähigkeitsgründen“ aufgrund der hohen Verkehrsbelastung aus. (Die Prognosen für das Jahr 2025 zeigen noch eine Steigerung der Verkehrsbelastung an dieser Stelle.)
  • Die Situation vor Ort stellt sich als höhengleicher 4-armiger Knotenpunkt mit einem fünften Ast, ca. 150 Meter nach Norden versetzt, dar. Der K15-Ast aus Westen kommend mit dem K15-Ast nach Osten folgend hat einen hohen Anteil an dem gesamten Knotenpunktverkehr mit einer deutlichen Morgen- und Abendspitze. Die sich hieraus ergebenden intensiven Linkseinbiegerströme sprächen gegen einen Kreisverkehr, da diese „über Eck-Ströme“ die Leistungsfähigkeit der durchgehenden Hauptachse der B9 deutlich stören und unterbrechen würden.
  • Die Verkehrsachse K15 ist kaum mit Schwerverkehr belegt, die B9 hingegen mit annähernd 20 Prozent belastet. Der Schwerverkehr würde größere Zeitlücken als die Pkw benötigen, um in einen Kreisverkehr einfahren zu können; außerdem fährt er langsamer durch einen Kreisverkehr. Dieser Umstand würde die Zufahrt für andere Verkehrsteilnehmer blockieren.
  • Die Erkennbarkeit eines Kreisverkehrsplatzes bei Nacht, insbesondere mitten im Wald, wo die Sichtweiten ohnehin geringer sind, sei auf freier Strecke schwierig. Insbesondere Ortsunkundige würden an dieser Stelle nicht mit einem Kreisverkehrsplatz „rechnen“. Der Kreisel müsste also beleuchtet werden, was mit Zusatzkosten und erschwerter Unterhaltung verbunden wäre.
  • Ferner wäre eine solche Beleuchtung wiederum für die Nachttierwelt ungünstig und mit einem erhöhten Kollisionsrisiko verbunden. Geschwindigkeitsrichter aus allen Richtungen müssten aufgebaut werden.

 

Dazu Barbara Schleicher-Rothmund: „Auch wenn ein Kreisel auf den ersten Blick als die schneller umsetzbare und preiswertere Lösung erscheint, kann man vor den genannten Argumenten des LBM und des Verkehrsministeriums die Augen nicht verschließen. Bleibt zu hoffen, dass die Planungen schnellstmöglich abgeschlossen werden und sich der Umbau des Knotenpunktes nicht unnötig in die Länge zieht“, so Schleicher-Rothmund abschließend.