Schleicher-Rothmund: Bahn muss „Kleine Pfalzlösung“ endgültig verwerfen

(Rheinzabern, den 21.12.2017) Wie der Presse zu entnehmen war, hat die Deutsche Bahn kürzlich eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung der sogenannten „Kleinen Pfalzlösung“ in Auftrag gegeben. Die „Kleine Pfalzlösung“ sieht vor, den auf der linksrheinischen Strecke Germersheim-Wörth-Karlsruhe täglich anfallenden Güterverkehr auf bis zu 40 Züge zu erhöhen. Derzeit verkehren täglich etwa zwischen 2 und 5 Züge auf der Strecke. Das Vorhaben war eigentlich bereits 2015 verworfen wurden.

Der Widerstand gegen die „Kleine Pfalzlösung“ ist vor Ort groß. Das Land hat das Projekt nicht für den aktuellen Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Gegen die Erweiterung des Güterverkehrsaufkommens im Landkreis Germersheim sprechen neben der Lärmbelästigung noch weitere Gründe: etwa Auswirkungen auf den regionalen Straßenverkehr durch die zahlreichen beschränkten Bahnübergange sowie auf die Taktung und Zuverlässigkeit des bestehenden Schienenpersonenverkehrs. Bereits mehrfach haben „liegengebliebene“ Güterzüge den Personenschienenverkehr auch in der jetzigen Frequenz schwer beeinträchtigt.

Dazu Barbara Schleicher-Rothmund: „Die Planungen der DB Netz AG überraschen mich sehr. Nachdem das Projekt nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wurde, konnte man davon ausgehen, dass dieses Vorhaben nicht realisiert wird. Dieses „hin und her“ ist irritierend. Eine Region muss bei einer solchen Planung eine gewisse Verbindlichkeit erwarten können. Im Interesse der Region gehe ich davon aus, dass das Bundesverkehrsministerium seinen Einfluss als Auftraggeber gegenüber der DB Netz AG geltend macht und darauf hinwirkt, dass die nicht zielführenden Planungen hinsichtlich einer „Kleinen Pfalzlösung“ endgültig verworfen werden.“